Facebook-Impressum: Die Sache, die so einfach, aber schwer zu machen ist

15. Dezember 2011

Eigentlich ist es einfach: Geschäftliche Veröffentlichungen müssen ein Impressum aufweisen. Und dies gilt ohne Wenn und Aber. Schließlich muss man erkennen können, wer für die Veröffentlichung verantwortlich ist. Das ist wichtig für die Einschätzung der Bedeutung und des Wahrheitsgehaltes einer Information. Und erst recht wird es wichtig, wenn man etwas gegen diese Veröffentlichung einwenden oder unternehmen will.

Aber es gibt unendliche Diskussionen darüber, wie man so ein Impressum ausgestalten kann – obwohl es doch so einfach und klar ist. Aktuell laufen heftige Diskussionen durchs Netz, ob man geschäftliche Facebook-Seiten mit einem Impressum versehen muss und wie das dann aussehen soll.

Dazu zwei klare Aussagen:

  1. Ein Impressum bei geschäftlichen FB-Seiten ist ABSOLUT NOTWENDIG
  2. Kein Impressum ist ein Abmahngrund. Auch wenn bisher nichts von einer Abmahnwelle bekannt ist, können Abmahnkanzleien schon bald tätig werden.

Etwas schwieriger ist die Frage, wie das Impressum aussehen muss, jedoch nur auf den ersten Blick. Näher betrachtet ist folgendes klar:

  1. Das Impressum muss die Pflichtangaben nach § 5 des Telemediengesetzes enthalten, d.h. der Anbieter muss eindeutig identifizierbar sein. Die Verantwortlichkeit hinsichtlich des § 5 TMG muss explizit und persönlich benannt sein, es reicht keine Verantwortlichkeit im Sinne des Presserechts!
  2. Auch eine Telefonnummer, eine Webadresse oder ein Link reichen als eindeutige und umfassende Anbieterkennung nicht aus. Alle Angaben müssen auf der Facebookseite stehen.
  3. Das Impressum muss direkt auffindbar sein. Die Anbieterkennung darf – so ein aktuelles Urteil – auch nicht auf einer „INFO“- oder sonst wie bezeichneten Seite stehen. Um das Gebot der Auffindbarkeit sicher zu erfüllen, sollte man sich die Mühe machen, eine „Impressum“- Unterseite mit entsprechendem Link auf der Hauptpage anzulegen.

Dies gilt vermutlich auch für Facebook-Seiten, die – entgegen der Facebook-AGB – geschäftsmäßige Interessen auf „normalen“ Userseiten verfolgen. Hier ist ebenfalls – neben den Reaktionen von Facebook – mit juristischen Aktionen wie Abmahnungen zu rechnen. Nur EINDEUTIG private Seiten sind von der Impressumspflicht befreit.

Insbesondere gilt die Impressumspflicht auch für Facebook-Seiten, die Online-Auftritte von Unternehmungen der realen Welt sind. Gerade hier reicht ein Verweis auf das Impressum auf der Unternehmens-Website nicht aus. Der Facebook-Auftritt wird – sozusagen als „Ableger“ des Hauptunternehmens – als grundsätzlich geschäftlich betrachtet. Und muss ein eigenes Impressum besitzen.

Also, ist doch überhaupt nicht schwer: Impressum rein und alles ist gut.

Leider ist es nicht so einfach. Das Impressum sollte als iFrame-App programmiert werden OHNE JavaScript. Denn ein Impressum muss auch von Besuchern der Seite gefunden und gelesen werden können, die Browser-Erweiterungen wie JavaScript abgeschaltet haben.

Ein weiterer Punkt ist zu bedenken: iFrame-Apps in Facebook werden auf mobile Endgeräte (Smartphones, iPhone, iPad etc.) nicht übertragen. Dies ist ein technisches Problem, das juristisch dem Seitenverantwortlichen zugerechnet werden kann, obwohl Facebook eben diese technischen Möglichkeiten nicht zur Verfügung stellt.

Um hier im Falle eines Falles eine der Lebenswirklichkeit entsprechende Argumentation anbringen zu können, sollte das Impressum nicht nur in einem iFrame stehen, sondern die notwendigen Angaben auf jeden Fall auch ZUSÄTZLICH auf der ’normalen‘ Infoseite des eigenen Facebook-Auftrittes. Und es sollte genau verfolgt werden, ob und wann Facebook eine ‚ordentliche‘ (=nach deutschem Recht einwandfreie) Darstellung des Impressums ermöglicht. Diese sollte dann auch umgehend umgesetzt werden.

Im World Wide Web werden verschiedene Tools angeboten, mit denen die Impressums-Erstellung auf der eigenen Facebook-Seite leicht von der Hand gehen soll. Wir von Explicatis empfehlen aber, das Impressum selbst zu programmieren bzw. programmieren zu lassen. Nur so ist das einwandfreie Funktionieren – und eventuell notwendige Updaten – gesichert. Wie bei so vielen Dingen macht es Sinn, sich an jemanden zu wenden, der sich damit auskennt….

Hinweis: Dies ist KEINE Rechtsberatung und will und kann eine Rechtsberatung nicht ersetzen. Als Vorbereitung für das Gespräch mit einem Anwalt kann gut das Urteil des Landgerichts Aschaffenburg vom 19.08.2011 dienen, in dem all diese Dinge entschieden wurden. Das Aktenzeichen lautet 2 HK O 54/11. Der Text des Urteils sowie Pressestimmen und Kommentare sind zu finden auf den Seiten von dejure.org.

Erstes Treffen der Symfony User Group Cologne am 30.11.

25. November 2011

Am Mittwoch, 30. November, findet um 19 Uhr erstmalig ein Treffen der Symfony User Group Cologne statt. Das Treffen wird vom Erfinder des PHP-Frameworks, Sensio Labs, in deren deutschen Niederlassung in Köln veranstaltet. Dort treffen sich Entwickler zum Informationsaustausch und Netzwerken. Zusätzlich hält Benjamin Eberlei, ein Entwickler des ORM-Frameworks Doctrine, einen Vortrag.

Explicatis wird selbstverständlich auch auf dem Treffen der Symfony User Group Cologne vertreten sein.

Explicatis setzt Symfony seit den ersten Anfängen vor ca. fünf Jahren zur Entwicklung schneller, sicherer und erweiterbarer Webanwendungen ein. Die Entwicklung von Symfony2 wurde von uns seit den ersten Release Candidates verfolgt (siehe Blogbeiträge). Eine Liste unserer Artikel zu Symfony-Themen finden Sie unter Referenzen / Publikationen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.meetup.com/sfugcgn/events/40674492/.

„Mobile B2B“-Konferenz der IHK Köln

30. September 2011

Smartphones und andere mobile Endgeräte sind heute die optimale Ergänzung zu Desktop-Computern und Terminals. Über Webseiten, die für den mobilen Zugriff optimiert sind, kann man fast von überallher auf aktuelle Informationen und Daten zugreifen. Dies ermöglicht zeitgemäße Lösungen für Unternehmen, die vom ausgelagerten Arbeitsplatz über Außendienstmitarbeiter bis hin zur interaktiven Community-Ansprache reichen.

Beispiele zur Unterstützung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz mobiler Lösungen zeigt René Keller (Geschäftsführer Explicatis) in einem Vortrag im Rahmen der Konferenz

IHK Köln: Mobile B2B – Smartphones und mobile Endgeräte in Geschäftsprozessen

IHK Köln, Unter Sachsenhausen 10 – 26, 50667 Köln

am 18. Oktober 2011, von 10 – 13.25 Uhr

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Link auf die Einladung: http://www.ihk-koeln.de/upload/IHK_Koeln_Einladung_MobileB2B_15351.pdf

Microsoft Windows 8 macht Mobile Computing zum Standard

15. September 2011

Kurzüberblick über Windows 8

Die neue Windows-Version ( Codename Windows 8 ) kommt! Wann ist allerdings noch unklar, spekuliert wird in einer Bandbreite von April bis zum 4. Quartal 2012. Mit großer Resonanz wurde jetzt die Vorabversion vorgestellt. Wir zeigen hier die wichtigsten Neuerungen.

Windows 8 kommt mit „Metro“, einer neuen innovativen Benutzungsoberfläche. Angelehnt an Windows Phone 7 ist Metro optimiert für die Bedienung über Touchscreen, lässt sich aber genauso über die Maus steuern oder über die Tastatur. Auf dem Startscreen sind jetzt alle Anwendungen und Daten nicht mehr als Icons, sondern als große Kacheln im Bild. Sie lassen sich mit der Maus oder – auf einem Touchscreen – mit einem Fingertipp aufrufen. Bei Windows 7 und Windows Vista gab es mit den Minianwendungen auf dem Desktop bereits Ansätze für Apps auf dem PC. Bei Metro sind sie nun Standard, die gesamte Oberfläche ist personalisierbar und löst das Startmenü ab. Nicht nur klassische Software-Programme, sondern auch Apps, Websites, Daten, Abspiellisten oder Fotos und Videos werden sofort mit einem Fingertipp oder Mausklick auf die Metro-Oberfläche abgerufen bzw. gestartet. Wie auf einem Smartphone kann diese Oberfläche hin- und her“gewischt“ werden, sodass viel Platz für den personalisierten Zugriff auf Anwendungen und Daten zur Verfügung steht.  Mehr

Vergleich von Anbietern für Wegwerf-E-Mail-Adressen

7. August 2011

Wer ärgert sich nicht über den täglichen Spam, der es trotz ausgeklügelten Filtern und Vorsicht bei der Adressweitergabe immer wieder ins Postfach schafft?

Je länger man im Internet mit einer E-Mail-Adresse aktiv ist, desto größer wird die Spam-Flut – der Wechsel auf eine neue Adresse ist in den wenigsten Fällen praktikabel. Bisher hatten vor allem Inhaber einer eigenen Domain das Vorrecht, für jeden Dienst eine neue E-Mail-Adresse zu benutzen (z.B. facebook@lieschen-müller.de). Aber auch ohne eigene Domain kann man seine eigentliche E-Mail-Adresse vor ungewollter Werbung schützen. Dazu dienen sogenannte Wegwerfadressen (engl. DEA, disposable e-mail address), die wenig bis keine Einrichtung erfordern und nur begrenzt gültig sind. Mit solch einer Adresse meldet man sich dann bei Internetdiensten an und verhindert so, dass man neben der erwünschten E-Mail „Bitte bestätigen Sie Ihre Registrierung“ mit ungewollten Nachrichten belästigt wird oder dass die eigene Adresse in einer Adressdatenbank landet und weitergegeben wird.

Aber welchen Anbieter soll man wählen, um seine Wegwerfadresse zu erhalten? Hierzu haben wir uns die drei beliebtesten Anbieter angesehen, Mailinator, Spamgourmet und TrashMail. Mehr

Symfony2: Release-Version erschienen

28. Juli 2011

Nach 18 Monaten Entwicklungszeit und Beiträgen von über 250 Entwicklern ist heute die erste fertige Version des PHP-Frameworks Symfony2 veröffentlicht worden. Explicatis hat die Entwicklung mit großem Interesse verfolgt und berichtete bereits seit den ersten Vorschauversionen über die Neuauflage.

Symfony2 bietet mit den verwirklichten neuen Konzepten ein flexibleres, schnelleres Framework für Webanwendungen, verglichen mit der Vorversion. Mit der Release-Version ist nun eine wichtige Grundlage für den produktiven Einsatz gelegt.

Nähere Informationen zu den Neuerungen und dem Einsatz erhalten Sie in der u.g. Publikation oder durch ein persönliches Beratungsgespräch. Für Ihre zukünftigen Web-Applikationen empfehlen wir Ihnen den Einsatz von Symfony2.

Publikation:

  • Ehmke, C.; Keller, R. (2011): Orchestriert – PHP-Framework Symfony in Version 2.0, in: iX — Magazin für professionelle Informationstechnik, 4/2011, S. 83 – 8

Kripo sperrt Kino.to – Interessante Details

16. Juni 2011

Wie am 14.06.2011 in gängigen Nachrichtenportalen (z.B. Heise) entnehmbar war, wurde das größte deutschsprachige Link- bzw. Streamingportal für Filme vom Netz genommen. Seither begrüßt folgende schlichte Nachricht die Besucher der Domain www.kino.to:

Die Kriminalpolizei weist auf Folgendes hin Mehr

Bitcoin – Währung 2.0 oder sinnloser Hype?

14. Juni 2011

Kürzlich berichteten mehrere große Nachrichtenportale (Spiegel, FTD, Golem und weitere) über den rasanten Zuwachs, den der „Bitcoin“ in letzter Zeit verbuchen konnte. Was ist dran am Hype um diese neue Währung, die von ihrer Wirkung auf das Bankwesen mit dem Verhältnis von MP3 zur Musikindustrie oder von Blogs zum Zeitungsmarkt verglichen wird? Mehr

Skype stürzt ständig ab: Die Lösung! – Fix for Skype crashing (Windows, Mac, Linux)

26. Mai 2011

Heute gegen Mittag mitteleuropäischer Zeit erfuhr der Online-Chat-Dienst Skype, der erst kürzlich von Microsoft übernommen worden war, massive Probleme mit den Software-Clients aller Desktop-Betriebssysteme. Die Software stürzte regelmäßig ab, schon bevor man sich überhaupt einloggen konnte.

Über soziale Medien wie Twitter und Facebook verbreitete sich aber auch rasch die Lösung: Man muss nur die Datei shared.xml suchen und löschen, danach gehen einige Einstellungen verloren aber die Änderungen an der Datei, die zum Absturz führen, sind damit auch beseitigt.

Für das jeweilige Betriebssystem muss man eine Kommandozeile öffnen und folgende Befehle eingeben:

  • Windows: del %appdata%\Skype\shared.xml
  • Linux: rm ~/.Skype/shared.xml
  • Mac OS: rm ~/Library/Application Support/Skype/shared.xml

Danach kann Skype wieder erfolgreich gestartet werden. Alternativ kann man auch den entsprechenden Pfad in der grafischen Umgebung öffnen und die Datei shared.xml löschen. Die Pfade lauten analog:

  • Windows: %appdata%\Skype
  • Linux: ~/.Skype
  • Mac OS: ~/Library/Application Support/Skype

Entgegen ersten Mutmaßungen frustrierter User hat der heutige weltweite Absturz eher nichts mit der Übernahme von Microsoft zu tun, sondern ist ein Fehler im Datenformat der betroffenen Datei bzw. in der Verarbeitung des Skype-Programms.

Symfony2: Beta2 released

24. Mai 2011

Die zweite Beta von Symfony2 ist endlich erschienen! Die Beteiligung der Community an dem neuen PHP-Framework mit Verbesserungen und zusätzlichen Features war so groß, dass der Releasetermin deutlich verschoben werden musste. Fabien Potencier, der Vater von Symfony, ist begeistert von diesem Engagement. Zwar hat sich der aktuelle Zeitplan bereits um drei Monate verzögert aber so lange kann es ja hoffentlich nicht mehr dauern ;-).

Wir arbeiten bereits mit der neuen Symfony Version 2.0 in Projekten, um bei Fertigstellung von den Vorteilen der Release-Version profitiern zu können. Nähere Informationen zu den Neuerungen und dem Einsatz erhalten Sie in der u.g. Publikation oder durch ein persönliches Beratungsgespräch. Für Ihre zukünftigen Web-Applikationen empfehlen wir Ihnen den Einsatz von Symfony2.

Publikation:

  • Ehmke, C.; Keller, R. (2011): Orchestriert – PHP-Framework Symfony in Version 2.0, in: iX — Magazin für professionelle Informationstechnik, 4/2011, S. 83 – 8
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