Vaadin: Integrierte Entwicklung von Front- und Backend in Webanwendungen

24. Februar 2013

Lebhafte Diskussionen beim dritten „Wissensdurst“-Vortrag

Wenn bei der Entwicklung von Informationssystemen (z.B. betriebsinterne Web-Anwendungen) Front- und Backend getrennt entwickelt werden, ist dies sehr ineffizient. Problematisch sind beispielsweise

– sehr wenig Code-Wiederverwendung
– Einsatz verschiedener Programmiersprachen
– unübersichtliche Anzahl von verschiedenen Libraries

In seinem Vortrag beschäftigte sich Frederik Hausberg, Software-Entwickler bei Explicatis, mit dieser Problematik. Er hat sich intensiv wissenschaftlich mit der integrierten Entwicklung von Front- und Backend beschäftigt und verschiedene Lösungsansätze verglichen.
Insbesondere der Einsatz von AJAX-GUI Frameworks (AJAX=Asynchronous JavaScript und XML) verbessert die Effizienz der Entwicklung entscheidend, durch den Einsatz nur einer Programmiersprache und einen einheitlichen Entwicklungsprozess.

Folie VaadinDabei sprechen vor allem die folgenden Punkte für den Einsatz des Vaadin-Frameworks, was Frederik Hausberg an einigen live gezeigten Codebeispielen eindrucksvoll belegte:

  • Schnelligkeit (schnelle Reaktion der Benutzeroberflächenelemente, schnelles Speichern und Laden)
  • Benutzbarkeit (einheitliches Design und Benutzung wie eine Desktopanwendung)
  • Entwicklung (komplett in Java, aber auch eigene Add-Ons mit JavaScript oder GWT möglich, klares Datenmodell, schnell verständlich, weite Verbreitung, Open Source)
  • Funktionalität (fast alle funktionalen Anforderungen umsetzbar, viele Add-Ons, basiert auf GWT)

Der Kreis von rund 25 Teilnehmern setzte sich aus Software-Entwicklern verschiedener Unternehmen und thematisch Interessierten aus dem Startup-Umfeld des Gastgebers STARTPLATZ zusammen. Es entwickelte sich eine rege und lebhafte, teils kontroverse Diskussion über die Paradigmen hinter Vaadin und dessen Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen sowie die Integration in Projekten.

Vortrag zu Vaadin in der Wissensdurst-Reihe der Explicatis GmbH
Vortrag zu Vaadin in der Wissensdurst-Reihe der Explicatis GmbH

Der Erfahrungsaustausch der Entwickler war gespickt mit teilweise heiteren Anekdoten, drehte sich dabei aber insbesondere um die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Frameworks – vor allem Vaadin – in Praxisprojekten. Unterschiedliche Lösungsansätze wurden diskutiert und einige sehr konkrete Herausforderungen konnten gelöst werden.
Erstmals war der STARTPLATZ Veranstaltungsort für einen Vortrag in der Reihe „Wissensdurst“. Teilnehmer und Veranstalter waren rundum zufrieden, die Location entwickelt sich immer mehr zu einem Nukleus der Internet-Pioniere und Entwickler im Kölner Raum.

 
 

Nächste Themen und Termine von Wissensdurst-Vorträgen werden angekündigt unter www.explicatis.com/wissensdurst sowie auf Facebook unter http://fb.com/groups/wissensdurst/

Vergleich von Anbietern für Wegwerf-E-Mail-Adressen

7. August 2011

Wer ärgert sich nicht über den täglichen Spam, der es trotz ausgeklügelten Filtern und Vorsicht bei der Adressweitergabe immer wieder ins Postfach schafft?

Je länger man im Internet mit einer E-Mail-Adresse aktiv ist, desto größer wird die Spam-Flut – der Wechsel auf eine neue Adresse ist in den wenigsten Fällen praktikabel. Bisher hatten vor allem Inhaber einer eigenen Domain das Vorrecht, für jeden Dienst eine neue E-Mail-Adresse zu benutzen (z.B. facebook@lieschen-müller.de). Aber auch ohne eigene Domain kann man seine eigentliche E-Mail-Adresse vor ungewollter Werbung schützen. Dazu dienen sogenannte Wegwerfadressen (engl. DEA, disposable e-mail address), die wenig bis keine Einrichtung erfordern und nur begrenzt gültig sind. Mit solch einer Adresse meldet man sich dann bei Internetdiensten an und verhindert so, dass man neben der erwünschten E-Mail „Bitte bestätigen Sie Ihre Registrierung“ mit ungewollten Nachrichten belästigt wird oder dass die eigene Adresse in einer Adressdatenbank landet und weitergegeben wird.

Aber welchen Anbieter soll man wählen, um seine Wegwerfadresse zu erhalten? Hierzu haben wir uns die drei beliebtesten Anbieter angesehen, Mailinator, Spamgourmet und TrashMail. Mehr

Kripo sperrt Kino.to – Interessante Details

16. Juni 2011

Wie am 14.06.2011 in gängigen Nachrichtenportalen (z.B. Heise) entnehmbar war, wurde das größte deutschsprachige Link- bzw. Streamingportal für Filme vom Netz genommen. Seither begrüßt folgende schlichte Nachricht die Besucher der Domain www.kino.to:

Die Kriminalpolizei weist auf Folgendes hin Mehr

Bitcoin – Währung 2.0 oder sinnloser Hype?

14. Juni 2011

Kürzlich berichteten mehrere große Nachrichtenportale (Spiegel, FTD, Golem und weitere) über den rasanten Zuwachs, den der „Bitcoin“ in letzter Zeit verbuchen konnte. Was ist dran am Hype um diese neue Währung, die von ihrer Wirkung auf das Bankwesen mit dem Verhältnis von MP3 zur Musikindustrie oder von Blogs zum Zeitungsmarkt verglichen wird? Mehr

Skype stürzt ständig ab: Die Lösung! – Fix for Skype crashing (Windows, Mac, Linux)

26. Mai 2011

Heute gegen Mittag mitteleuropäischer Zeit erfuhr der Online-Chat-Dienst Skype, der erst kürzlich von Microsoft übernommen worden war, massive Probleme mit den Software-Clients aller Desktop-Betriebssysteme. Die Software stürzte regelmäßig ab, schon bevor man sich überhaupt einloggen konnte.

Über soziale Medien wie Twitter und Facebook verbreitete sich aber auch rasch die Lösung: Man muss nur die Datei shared.xml suchen und löschen, danach gehen einige Einstellungen verloren aber die Änderungen an der Datei, die zum Absturz führen, sind damit auch beseitigt.

Für das jeweilige Betriebssystem muss man eine Kommandozeile öffnen und folgende Befehle eingeben:

  • Windows: del %appdata%\Skype\shared.xml
  • Linux: rm ~/.Skype/shared.xml
  • Mac OS: rm ~/Library/Application Support/Skype/shared.xml

Danach kann Skype wieder erfolgreich gestartet werden. Alternativ kann man auch den entsprechenden Pfad in der grafischen Umgebung öffnen und die Datei shared.xml löschen. Die Pfade lauten analog:

  • Windows: %appdata%\Skype
  • Linux: ~/.Skype
  • Mac OS: ~/Library/Application Support/Skype

Entgegen ersten Mutmaßungen frustrierter User hat der heutige weltweite Absturz eher nichts mit der Übernahme von Microsoft zu tun, sondern ist ein Fehler im Datenformat der betroffenen Datei bzw. in der Verarbeitung des Skype-Programms.

Internet Explorer 6: Selbst Microsoft unterstützt ihn nicht mehr

29. September 2010

Beim Erstellen einer Internetpräsentation kommt immer wieder die Frage auf, „welche Browser müssen unterstützt werden?“

Während standardkonforme Browser wie Opera, Firefox oder Safari mehr oder weniger problemlos mit standardkonformem HTML und CSS zurecht kommen, gibt es beim Internet Explorer von Microsoft leider immer wieder Probleme. Internet Explorer 7 verhält sich anders als Internet Explorer 8 (mit dem man das Verhalten des IE7 auch noch simulieren kann). Microsoft verspricht Abhilfe mit der Version 9, die jetzt als Beta vorliegt.

Das alles hilft aber nichts, wenn einige  Anwender auch im Jahre 2010 immer noch mit Versionen surfen, die vor mehr als 8 Jahren das Licht der Welt erblickten. Dabei ist den meisten noch nicht einmal ein wirklicher Vorwurf zu machen. Oftmals ist die Festlegung auf einen Microsoft-Browser der Generationen 6, 7 oder sogar noch 5 (ja, auch der lebt noch in manchen Unternehmen weiter) die Folge von Beschränkungen bei der Hard- oder Software-Ausstattung. Windows 2000 unterstützt keinen IE7, wird aber noch oft verwendet, vor allem von Unternehmen. In einigen Konzernen wäre ein Upgrade offensichtlich so teuer und ist das Internet-Surfen so wenig strategisch, dass der Internet Explorer 5.5 das einzige Tor ins Intranet und Internet ist und mangels Administrator-Rechten auch keine Alternative möglich ist.

Laut W3Schools surfen selbst im August 2010 immer noch 6,7% der Internetbenutzer mit dem IE6! Beachtenswert ist, dass trotzdem Microsoft selbst die Unterstützung für diesen mittlerweile 9 Jahre alten Browser (müsste schon in der 3. Klasse einer Grundschule sein) augenscheinlich auslaufen lässt. Beim Überprüfen einer Internetpräsentation über den Windows XP Mode von Windows 7 bin ich auf Folgendes gestoßen:

(Ein Klick auf das Bild vergrößert die Ansicht)

Selbst Microsoft unterstützt also nicht mehr vollständig den Internet Explorer 6! Die Hauptseite sieht zwar ordentlich aus, aber die Downloadseite für Microsoft Security Essentials, den kostenlosen Virenscanner von MS, sieht für IE6-Benutzer eben anders aus als für alle anderen.

Wir bei Explicatis haben uns bereits vor einigen Monaten dazu entschieden, Support für Internet Explorer 6 nur noch auf Wunsch anzubieten, da eine entsprechende Anpassung mit unverhältnismäßigem Mehraufwand verbunden ist. Da der Internet Explorer 9 vor der Tür steht, jedenfalls für Benutzer ab Windows Vista aufwärts, lässt sich eine parallele Pflege von 3 Versionen desselben Browsers einfach nicht mehr praktikabel durchführen. Dass Microsoft jetzt die Unterstützung nach und nach einstellt, spricht nur dafür.

Jörn Wagner

Webserver sicher(er) machen

8. Juni 2009

Bei der Durchsicht der Protokolldateien von Webseiten fallen zunehmend systematische Angriffsversuche auf. Nicht nur prominente Seiten sind Ziele von Angreifern, auch bei kleineren Seiten wird zunehmend versucht, eine Hintertüre auszunutzen, um Daten auszuspähen oder die Seite zur Verbreitung von Schadsoftware zu nutzen. Mehr